• Bewegung tut not. Statt der empfohlenen 10.000 Schritte, bringen es viele von uns nur noch auf 1.000 Schritte am Tag. Die Folgen sind verheerend, denn viele körperlichen Defizite lassen sich durch mehr Bewegung vermeiden. Der Weg ins Studio ist das beste Mittel gegen Bewegungsmangel, denn dort helfen uns mit Fahrrad-Ergometern und Laufbändern ideale Geräte auf die Sprünge. Welches Mittel für wen das Beste ist, zeigt ein neuer Vergleich.

    Die Auswahl des richtigen Cardiogerätes sollte sich generell ­immer an der eigenen Zielsetzung ausrichten. ­Handelt es sich dabei um eher sehr grundsätzliche Trainingsziele, wie z. B. allgemeine Fitness, so eignen sich unter Berücksichtigung der individuellen Leistungs – und ­Gesundheitsvoraussetzungen beide Cardiogeräte.

    Grundsätzlich dienen Cardio-Training und Cardio-Fitness der gezielten Entwicklung und Erhalt der Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems durch eine regelmäßige und gesteuerte Belastung der Organe.

    Das Fahrrad, das beliebteste Allroundgerät im Studio

    Der Radergometer stellt nach wie vor den Klassiker unter den Cardiogeräten im Studio dar und rangiert in puncto Beliebtheit ganz weit vorne. Ein Grund hierfür liegt mit Sicherheit in der Vertrautheit dieser einfachen Bewegungsform. Das Radfahren hat fast jeder in seiner frühesten Kindheit gelernt; es gehört somit zu den beliebtesten sportlichen Freizeitaktivitäten.

    Viele Fitnesssportler bevorzugen das Fahrrad ­gerade wegen des unkomplizierten Bewegungsablaufs, um ­während dem Training nebenbei etwas zu lesen oder fernsehen zu können. Die Einfachheit ist ein großer Pluspunkt beim Fahrrad. Auch deshalb wird es von Trainern gern als Cardio-Gerät empfohlen.

    Zum einen ist der Betreuungsaufwand und die Fehler­quote relativ gering und zum anderen die Gefahr der ­körperlichen Überlastung fast ausgeschlossen. Die Belastung läßt sich anhand der Wattzahl regulieren, die Trainingsdauer kann exakt reguliert werden und das Tempo bestimmt letztlich jeder selbst. Das Gerät selbst oder eine separate Pulsuhr kontrollieren die Herzfrequenz.

    Das Laufband, der beste Kalorienkiller

    Unter dem Aspekt der Effektivität hat das Laufband einen hohen Stellenwert im Studio. Durch den Einsatz vieler und großer Muskelgruppen ist der gewünschte Trainingseffekt Abnehmen in hohem Maße davon abhängig. Das Radfahren ist aufgrund der geringeren Muskelbeanspruchung weitaus weniger effektiv in dieser Hinsicht. Vorausgesetzt die Dauer und die Intensität sind ähnlich beim Vergleich.

    Einige aktuelle Studien konnten zeigen, dass das Laufen auf dem Laufband unangefochten auf Platz eins steht, wenn es um Kalorienverbrauch geht. Für viele einer der wichtigsten Gründe für die Aufnahme des Trainings im Fitnessstudio. Somit kann der Vergleich Rad oder Laufband auch unter dem Aspekt Einfachheit vs. Effektivität zu sehen sein. Die folgende Veranschaulichung stellt die Vor – und Nachteile beider Ausdauergeräte:

    Rad-Ergometer:
    Vorteile:
    • individuelle und stabile ­Sitzpositionierung
    • einfacher und bekannter ­Bewegungsablauf
    • geringe koordinative Anforderungen
    • geringe Belastung des Bewegungs­apparates
    • geringe Belastung des Herz-KreislaufSystems
    • gute individuelle Belastungsdosierung
    • gut geeignet als Testgerät für ­Ausdauertest
    Nachteile:
    • relativ geringer Herz-Kreislaufeffekt ­wegen lokaler Beanspruchung der Oberschenkelmuskeln
    • Blutdruckanstieg bei höheren ­Intensitäten
    • niedriger Kalorienverbrauch
    • kontinuierliche Druckbelastung auf Bandscheiben durch statisches Sitzen
    • wenig Ausgleich für den Sitzmenschen

    Laufen auf dem Laufband:
    Vorteile:
    • Beteiligung vieler Muskeln bei der ­Bewegung (zirka 80 Prozent der ­ gesamten Körpermuskulatur)
    • Dadurch gutes Ganzkörpertraining
    • Dadurch hoher Trainingseffekt auf das Herz-Kreislauf-System
    • hoher Kalorienverbrauch, wichtig für Abnehmwillige
    • individuelle Belastungsdosierung
    • geringe Blutdruckbelastung
    Nachteile:
    • hohe Belastung des Bewegungs­apparates (Wirbelsäule, Knie, Hüfte)
    • koordinativ anspruchsvoll besonders für ­viele Einsteiger
    • setzt gute Lauftechnik voraus

    Bild: Shutterstock, LuckyImages; Text: shape up Fitness