• Testosteron sei das Hormon „der Helden, der Gauner und der Liebhaber“ urteilte einst der US-Wissenschaftler James Dabbs. Die mehr als 85.000 Studien über seine Wirkungen und Nebenwirkungen haben nicht nur Dabbs in der Erkenntnis bestätigt, dass Testosteron mehr als sexuelle Triebkraft entfaltet – und zwar nicht nur bei Männern. Und seine anabolen Wirkungen muss man nicht durch chemische Steroide erzeugen. Denn allein durch Training lässt sich der Testosteron-Spiegel um das 300fache anheben. 

    Testosteron ist eines der wichtigsten Sexualhormone und hat im Körper vielfältige Auswirkungen. Es findet sich im Blut sowohl von Männern als auch von Frauen. Die Konzentration bei Frauen ist – evolutionär bedingt – etwa zehnmal niedriger als bei Männern

    Aber den Mann macht es zum Mann, lässt ihn atheltisch und attraktiv erscheinen, beschert ihm maskuline Züge, kräftige Muskeln und Körperbehaarung. Das sind die „androgenen“ Eigenschaften des Hormons. Seinen „anabolen“ Wirkungen verdankt der Mann starke Muskeln und Knochen.

    Die Testosteron-Produktion findet bei Männern zum größten Teil in den Hoden statt, in den so genannten Leydig-Zellen. Im weiblichen Körper entsteht das männliche Hormon etwa zur Hälfte in den Eierstöcken, zur anderen Hälfte aus einem Vorläuferhormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. Für beide Geschlechter ist Testosteron ein enorm wichtiger Botenstoff.

    Es macht nicht nur die Männer attraktiv, männlich und anziehend, sondern ist auch für Frauen von Vorteil. Ein höherer Testosteronspiegel bei Frauen vergrößert ihre Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit.

    Foto: Kiselev Andrey Valerevich (Shutterstock); Text: shape up fitness