• Jetzt zeigt Frau wieder gern Bein – vor allem, wenn es sich sehen lassen kann. Aber schöne Beine hängen oft nicht nur von genetisch gegebenen Formen und gut trainierten Muskeln ab, sondern ebenso häufig von unsichtbaren oder krampfhaft hervortretenden Adern. So lässt das Aussehen der Beine oft mit einem Blick auf die Fitness ihrer Besitzerin schließen. Dabei ist es ganz einfach, durch schöne Beine zu bestechen.

    Wichtigste Voraussetzung für attraktive und gesunde Beine, sind starke Venen und aktive Muskeln. Das Zusammenspiel von Beinmuskeln und Blutgefäßen sorgt für die so genannte Venenpumpe, durch die das Blut aus den Beinen wieder zum Herzen zurück gepumpt wird.

    Besonders angeborene Bindegewebsschwächen, Schwangerschaften oder Übergewicht begünstigen einen Venendefekt, bei dem die schwingtürähnlichen Venenklappen nicht mehr richtig schließen und einen Blutstau im Gefäß verursachen. Diese Störung macht sich durch nächtliche Krämpfe oder ein kribbeliges Gefühl in den Beinen bemerkbar.

    Bleiben diese ersten Anzeichen unbeachtet, kommen häufig blau-rote Äderchen an Knöchel und Unterschenkel zum Vorschein, sogenannte Besenreiser. Im Gegensatz zu diesen medizinisch unbedenklichen Schönheitsmakeln stellen die später entstehenden Krampfadern, bläulich hervortretende Gefäße, ein ernsthaftes Warnsignal dar. „Weitere typische Symptome sind schwere und juckende Beine“, erklärt Venen-Experte Professor Stefan Hillejan aus Hannover in shape up ladies first.

    Nicht nur nicht schön, sondern sogar tödlich

    Bleiben Krampfaderbeschwerden dauerhaft unbehandelt und kommen Anzeichen wie Hitzegefühl oder Druckempfindlichkeit der Waden hinzu, steigt das Risiko einer Thrombose, also eines Blutgerinnsels. In der Folge besteht die Möglichkeit, dass sich das Gerinnsel löst und mit dem Blutfluss in die Lunge gelangt. Dort kann es im schlimmsten Fall ein Gefäß verstopfen und eine tödliche Lungenembolie auslösen.

    Generell gilt: Ein gesunder Lebensstil und ausreichende Bewegung sowie Flüssigkeitszufuhr beugen Beschwerden effektiv vor. Betroffene, die typische, leichte Schmerzen an den Beinen bemerken, tun ihren Gefäßen mit Wechselduschen, Venengymnastik oder Bürstenmassagen bereits viel Gutes.

    Bewegung tut den Venen immer gut

    Vor allem eine gezielte Gymnastik ist zur Kräftigung der Beinmuskulatur bei Venenerkrankungen oder zu deren Vorbeugung sinnvoll. Dadurch können die Venenwände, z. B. beim Gehen, besonders gut zusammengedrückt werden und das hilft beim Rücktransport des Bluts aus den Beinen zum Herzen gegen die Schwerkraft. Ein regelmäßiges Venentraining beugt also einer Venenschwäche vor und trägt zum persönlichen Wohlbefinden bei.

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    Foto: Shuttestock Lucky Business; Text: shape up ladies first