• Kaum ein anderer Muskel unseres Körpers wird so wenig beachtet und führt zeitgleich zu so vielen Problemen. Soll man den Hüftbeuger nun dehnen? Soll man ihn speziell trainieren oder lässt man ihn gar in Ruhe? Es gibt wie fast immer auch zu diesem Thema eine Menge unterschiedliche Meinungen.

    In einem Punkt sind sich jedoch fast alle einig. Ist der Hüftbeuger erst einmal verkürzt, wird dies bei den Betroffenen früher oder später mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Problemen führen. Diese äußern sich dann häufig in Form von Rückenschmerzen, wobei die Verkürzung Auswirkungen auf den gesamten Skelettapparat hat und sich so oft auch andere Wehwehchen, wie beispielsweise Knieschmerzen, Probleme mit dem Iliosakralgelenk u.v.m. erklären lasssen.

    Eine Antwort, was nun wirklich richtig ist, wird es nicht pauschal geben, denn jeder Mensch ist anders. Durchaus ist es möglich, dass es Sportler gibt, die ihren Hüftbeuger immer weiter dehnen können, ohne dass sich dabei der gewünschte Erfolg einstellt. Im Gegensatz dazu sind aber auch viele Betroffene zu beobachten, bei denen es schon nach der ersten Dehnung nicht nur gefühlte Fortschritte gibt.

    Warum haben so viele Menschen Probleme mit dem Hüftbeuger?

    Viele Menschen haben einen verkürzten Hüftbeuger ohne es zu wissen. Es ist die zunehmende sitzende Tätigkeit, welche die Verkürzung begünstigt. Das ist logisch, denn der Musculus iliopsoas (Lenden-Darmbeinmuskel), wie er fachlich richtig heißt, ist ein ungefähr 4cm dicker Muskel, welcher aus dem großen Lendenmuskel und dem Darmbeinmuskel besteht. Er zählt zu den wichtigsten Muskeln des menschlichen Körpers. Die Hauptfunktion liegt in der Beugung der Hüfte und natürlich in der Streckung. Ist der Hüftbeuger verkürzt ist es folglich schwerer, korrekt aufrecht zu stehen.

    Bei Menschen mit sitzender Tätigkeit ist die Hüfte aber einen langen Zeitraum des Tages gebeugt und dadurch neigt der Muskel dazu sich dieser Dauerhaltung anzupassen und zu verkürzen.

    Eine andere Gruppe sind Sportler, welche den Hüftbeuger enorm belasten und somit früher oder später auch überlasten. Sehr häufig tritt das bei Läufern und Fußballern auf.

    Wie werden die Probleme bemerkt?

    Sind bereits Schmerzen vorhanden, so sollte immer auch an den Hüftbeuger gedacht werden. Leider ist dies nicht unbedingt die Norm. Immer wieder wird von Patienten berichtet, die bei Physiotherapeuten und Sportmedizinern waren, ohne das dabei der Verdacht auf den Hüftbeuger gefallen wäre. Es wird dann am ISG-Gelenk herumgedoktert, es werden Krankengymnastik und Massagen verordnet. Es wird getapet, gespritzt und wenn alles nichts geholfen hat, heißt es „unspezifische Schmerzen“, schlimmstenfalls werden die Patienten sogar in die „psychologische Ecke“ gestellt.

    Natürlich ist auch nicht immer der Hüftbeuger schuld, doch in vielen Fällen hat eine Dehnung und Kräftigung des Lenden-Darmbeinmuskels helfen können.

    Genauso problematisch ist es bei den Menschen die noch gar keine Schmerzen und Probleme verspüren. Trotzdem kann der Hüftbeuger oft schon seine Funktion nicht mehr im vollen Umfang ausführen. Hier ist es ratsam rechtzeitig das Problem zu erkennen und diesem vorzubeugen, eher es erst zu Schmerzen kommt.

    Wie kann es getestet werden?

    Ob es Probleme mit dem Hüftbeuger gibt, lässt sich relativ schnell herausfinden.. Dazu gibt es eine Menge Übungen, bei welchem man sofort erkennen kann, dass der Hüftbeuger seine Arbeit nicht vollumfänglich verrichtet. Diese Übungen können Betroffene meistens nämlich gar nicht oder zumindest nicht schmerzfrei ausführen.

    Wer seinen Hüftbeuger testen möchte, der kann dies natürlich mit einer der vielen frei verfügbaren Übungen in Youtube auf eigene Gefahr selber tun. Wir vom Quickfit Dresden raten jedoch dazu Euch damit einem Trainer oder Physiotherapeuten anzuvertrauen. Das Trainerteam vom Quickfit berät zu diesem Thema selbstverständlich auch Interessierte die noch kein Mitglied in unserem Fitnessstudio sind.

    Ihr müsst dazu einfach während der Öffnungszeiten im Quickfit vorbeikommen oder online einen Termin mit unseren Trainern ausmachen.