• Das Beintraining wird von vielen gern vernachlässigt. Lieber werden Bizeps, Brust oder Rücken trainiert. Dabei wirkt doch nichts lächerlicher, als ein Super-Body auf dünnen Stelzen. Man muss sich gerade jetzt ja nur mal am Pool umschauen. Oder beim Beachvolleyball am Strand. Egal was Sie spielen oder sporteln – ohne durchtrainierte Schenkel und Waden bleiben Sie garantiert erfolglos.

    Wieso sollte man Beine trainieren?

    Beintraining sollte in jedes Training ein­gebaut werden, und zwar egal, welche Sportart man ausübt oder welches Trainingsziel man verfolgt. Der Hauptgrund dafür ist ganz einfach: Nach einem intensiven Beinmuskeltraining kommt es in der Zellenstruktur der Muskeln zu ­gewissen Veränderungen, die das Muskelwachstum beschleunigen und Wachstumshormone freisetzen. Trainierst Du Beine, sorgst Du nicht nur innerhalb der unteren Extremitäten für den Muskelaufbau.

    Beinmuskeln gehören zu der größten Muskelgruppe im Körper. Je größer die Muskulatur, die trainiert wird, desto größer die positiven Auswirkungen für den ­Muskelaufbau. Vor allem die komplexen Grundübungen für die Beine, wie Kniebeugen oder Kreuzheben, sorgen für eine verstärkte Ausschüttung von Wachstumshormonen – vor allem Testosteron. Diese Hormone wiederum sind für den ­Muskelaufbau unverzichtbar. Bei keiner ­anderen Übung ist die Hormonausschüttung so groß, wie bei den Beinübungen.

    Beintraining gut für ganze Muskulatur

    Training der Beinmuskeln hat einen positiven Einfluss auf die gesamte Muskulatur. Kniebeugen und Kreuzheben sind zwei so­genannte Komplexübungen, bei denen nicht nur die Zielmuskeln trainiert werden, sondern der ­gesamte Körper einbezogen wird. Damit bei der Übungsausführung eine gewisse Stabilität gegeben wird, müssen die Bauch- und Rückenmuskeln ihren Beitrag leisten. Die ­Arme üben beim Kreuzheben einen Druck auf die Stange, sogar hierbei ist die Brustmuskulatur involviert.

    Wird das Beintraining permanent vernach­lässigt, hat das eine negative Auswirkung auf das Gesamtbild und auf einen symmetrischen Körper. Mächtige Arme und volumenstarke Brustmuskulatur sehen im Gesamtbild ­grotesk aus, wenn die Beine Streich­hölzern ähnlich sind. Ober­körper und Beine müssen auch optisch harmonieren, um ein gesundes und starkes Gesamtbild abzugeben.
    Der Nachteil dieses Ungleichgewichts liegt jedoch nicht alleine in dem wenig ­ästhetischen Aussehen. Muskuläre Dys­balancen sind sehr schwer wieder wegzutrainieren. Es kostet in der Regel viel Zeit, bis man die Disproportion korrigiert hat.

    Das Beintraining und die Körperspannung

    Ohne eine stabile Basis ist ein effizientes Krafttraining kaum möglich. Die Beine sind das Fundament des menschlichen Körpers und liefern bei jeder Übung die nötige Körperspannung, die erforderlich ist, um eine Übung technisch korrekt ausführen zu können.

    Beim Training mit schweren Gewichten spannen sich der Körper und vor allem die Bein­muskeln, um eine gute Gesamtstabilität zu gewährleisten. So werden beispielsweise beim Bankdrücken unbewusst auch die Beine und das Gesäß angespannt, um für eine gute Stabilität zu sorgen und um das Gewicht leichter bewältigen zu können. Bei schwacher Beinmuskulatur sind auch Übungen, die nicht hauptsächlich für die Beine gedacht sind – wie etwa das Kreuzheben – nicht mit größeren Gewichten möglich.

    Beintraining und andere Sportarten

    Starke Beine werden nicht nur beim Fußball oder beim Laufen benötigt. Auch bei anderen Sportarten, wie beispielsweise im Tennis oder beim Kampfsport, sind starke Beine die Voraussetzung. Bei Sportarten, bei denen ­geworfen oder gehalten wird, sprich, wo die Kraft in den Armen gefragt ist, sind auch die Bein­muskeln nicht zu unterschätzen. Gute Ergebnisse in diesen Sportarten sind eng mit einer gut ausgebildeten Beinmuskulatur ­verbunden. Starke und gut ausgebildete Muskeln sind für den gesamten Bandapparat eine enorme Unterstützung.

    Knackigen Bein-Workouts für SIE und IHN gibt es in Deinem QUICKFIT

    Bild: Jasmin Kolbrakovic (Shutterstock); Text: shape up fitness